Adnan Oktars Reportage vom 15 Juli 2016 auf A9 TV
Kartal Göktan: Die Bosporus und Fatih Sultan Mehmet Brücken wurden in Richtung Anatolien nach Europa durch eine Gruppe von Soldaten gesperrt. Von Zeit zu Zeit wurden militärische Panzer gesichtet. Außerdem wurden Videos veröffentlicht, in denen Soldaten dem Volk mitteilen, dass sie in ihre Häuser zurückkehren sollen und dass eine Ausgangssperre verhängt worden sei. In Ankara flogen über dem Parlament in einem Abstand von 3 Minuten 33 Jets, außerdem war auffällig, dass alle Wege zum Generalstab verhindert wurden. Ministerpräsident Binali Yildirim äußerte folgende Erklärung: "Innerhalb des Militärs herrscht eine Aufruhr einer Parallelstruktur". Die Polizeidirektion teilte mit, dass alle Polizeikräfte in den Dienst gerufen werden.
Adnan Oktar: "Unruhe stiften ist schlimmer als Mord" sagt Allah. Man muss sich von der Unruhe fernhalten. Die legitime, demokratische Regierung ist die Gültige. Es gibt keinen Militärputsch. Wir sind ein Land, welches das Zentrum der Türkisch-Islamischen Union ist. Bei uns gibt es keine Aufruhr. Wir bewegen uns als Einheit, mit einer gemeinschaftlichen und brüderlichen Seele. Mit dem Militär, dem Volk, dem Staat und der Polizei sind wir eine Einheit. Bei uns sind Teilung, Spaltung und Aufruhr nicht möglich. Wir sind ein vernünftiges und ausgeglichenes Volk. Unsere muslimische Identität, unser der islamischen Moral entsprechendes Verhalten, unsere Sitten und Bräuche lassen uns dies als die beste Einstellung veranschaulichen. Möge Allah unser Land und unser Volk vor Unruhen und Aufruhr bewahren und die Unruhe beseitigen. Allah sagt: "Unruhe stiften ist schlimmer als Mord".
Kartal Göktan: Binali Yildririm sagte folgendes, Herr Oktar: "Alle unsere Sicherheitskräfte werden diesen Soldaten ihre Taten um das Vielfache erwidern. Diejenigen, die diese Sache angingen, werden den höchsten Preis dafür zahlen."
Adnan Oktar: Wenn in solchen Situationen eine Beruhigung abzusehen ist, ist eine barmherzige Annäherung natürlich das Richtige. Eine Beruhigung ist sehr wichtig. Eine Beruhigung wird sofort stattfinden mit dem Wille Allah’s. Danach schaltet sich die Barmherzigkeit ein.
Bülent Sezgin: Herr Bahceli hat den Ministerpräsidenten angerufen und gesagt: "Diese Aufruhr ist unakzeptabel."
Adnan Oktar: Bahceli ist natürlich jemand, der eine Bildung durch die Regierung genießen durfte. Er ist ein Mensch mit Verstand und Erfahrung. Natürlich kommt eine legitime Regierung durch die Wahlen der Menschen an die Führung. Natürlich schützt er die legitime Regierung. Welche Haltung sollte er gegenüber der legitimen Regierung denn sonst einnehmen?
Bülent Sezgin: Es gibt einige Entwicklungen wie: "Ministerpräsident Binali Yildirim erhielt ein Medienverbot. Das Ministerpräsidium wurde unter Kontrolle gebracht."
Kartal Göktan: Im AK Partei Regierungsbezirk befinden sich ca. 200 Soldaten. Es wird gerade live berichtet. Sie versuchen die Zuständigen zu fassen.
Adnan Oktar: Genau solche Ereignisse finden auf der ganzen Welt statt. Möge Allah diese Unruhe beseitigen. Möge Allah die Aufruhr beseitigen. Es soll eine Rückkehr zur Ausgeglichenheit und Mäßigung stattfinden. Alles soll einen richtigen und schönen Lauf nehmen. Jede Kontrolle liegt in Allahs Hand. Nichts geschieht ohne das Wissen Allahs. Ohne Allahs Willen bewegt sich kein Blatt. Allah bewahre, wir möchten keinesfalls den Tod weder von Soldaten noch von Polizisten. Jeder muss danach streben, die Unruhe auf die schlauste und schönste Weise zu beruhigen. Ausgeglichenheit, Mäßigkeit und vernünftiges Denken müssen zugrunde liegen. Wir bitten von Allah von allem das Beste und Heiligste. Allah erschafft von allem immer das Heiligste und Schönste. Das Schicksal ist nicht fehlerhaft. Es gibt keinen Irrtum im Schicksal. Allah sagt im Koran, ich nehme Zuflucht bei Allah vor dem Satan: "Das Militär untersteht Allah". Allah, dem Allmächtigen. Ich hatte es gesagt, es werden große Ereignisse stattfinden. Ich sagte es erst gestern und auch vorgestern. Diese Ereignisse stehen in Verbindung mit der Endzeit.
Bülent Sezgin: Sie sagten, dass diese Ereignisse verstärkt weiterführen werden.
Adnan Oktar: Natürlich. Das sind die Vorzeichen die in der Endzeit erwartet werden, so Allah will. Möge Allah unsere Soldaten, Polizisten und unsere Regierung schützen. Möge der allmächtige Allah niemanden in eine heikle Situation bringen weder bei TRT noch sonst wo. Möge Allah ein Leben in Frieden und Behaglichkeit ermöglichen. Man muss sich immer das Heiligste wünschen. Wenn der allmächtige Allah etwas will, dann geschieht es. Unser Volk soll nicht beunruhigt sein. Nichts geschieht außerhalb des Heiligsten. Aber niemand kann das Mahditum verhindern. Das Rechte und Richtige wird entschieden geschehen. Das Falsche wird schwinden, mit Allahs Wille. Möge der allmächtige Allah unseren Soldaten Gesundheit und Wohl geben und auch unseren Polizisten. Möge Allah unserer Regierung Gesundheit, Wohl, Güte und Annehmlichkeiten geben und vor Unruhen schützen. Zusammengefasst darf man also nicht von der Demokratie weichen. Man muss alles demokratisch fundiert beurteilen. Außerdem muss die Güte zugrunde liegen. Denn die letzte große Festung des islamischen und des türkischen Volkes ist die Türkei. Man muss entschlossen immer übereinstimmen und die Ereignisse brüderlich und freundschaftlich betrachten.
Bülent Sezgin: Kemal Kilicdaroglu, Vorsitzender der CHP sagte: "Wir treten für unsere Demokratie ein."
Adnan Oktar: Sehr schön und angebracht. Denn in solch einer Situation ist es lebensnotwendig, dass sich die Führung äußert. Die Demokratie ist lebensnotwendig. Unsere Soldaten sind unser Augenlicht. Sie sind innerhalb einer Einheit und Gemeinschaft.